Geschichte

Mit dem “Akademischen Skiclub München” kamen im Winter 1905 Skilehrer aus Norwegen nach Bayrischzell, um auf dem Tannerfeld, dem Utzfeld und auf dem Kreuzkogel den ersten Skikurs in Oberbayern durchzuführen. 130 Brettlrutscher  nahmen am Skikurs teil und die Begeisterung für diesen neuen Sport war sehr groß. In den folgenden Jahren steigerte sich die Begeisterung immer mehr, und nach dem Bau der Eisenbahnlinie nach Bayrischzell im Jahre 1911 explodierte der Zustrom von Skihasen und Haserl derart, daß sogar Sonderzüge eingesetzt werden mußten.

 

 

 

Das “Kleeblatt” wurden die drei Gründer der Skischule genannt, weil sie gemeinsam viele internationale Erfolge bei nationalen und internationalen Skiwettkämpfen errangen. Im Jahr 1922 gründeten Fritz Pellkofer, Gustl Müller und “Han” Bauer die Skischule Bayrischzell und konnten danach auch die Freunde Wastl Bucher und Hartl Hörmanndorfer und Konrad Simmerl als Skilehrer gewinnen.

 

 

 

Bei der Winter-Olympiade 1928 in Sankt Moritz waren 4 Skilehrer der Skischule Bayrischzell Mitglied der Deutschen Olympia-Mannschaft, ein Ereignis, das kein anderes Skidorf der Welt jemals noch verbuchen konnte. Der olympische Spruch des Baron de Coupertin hat unsere Athleten getröstet und für weitere Leistungen angespornt. Das Viererkleeblatt brachte in den folgenden Jahren viele Titel und Trophäen nach Hause, darunter 5 bayrische, 3 deutsche, eine tiroler und eine ungarische Meitsterschaft. Bei den Olympischen Winterspielen 1936 , in Garmisch- Partenkirchen, war Fritz Pellkofer, Wirt des Gasthofes “Rote Wand” in Geitau, Kapitän unserer Olympia-Mannschaft.

 

 

 

Mit Fertigstellung der Sessellifte zum Sudelfeld im Jahr 1949 begann ein neuer großer Aufschwung des Wintertourismus und Skisports. Die aus dem zweiten Weltkrieg zurückgekehrten Skilehrer bauten die Skischule wieder auf und wirkten ebenso bei der Gründung des Deutschen Skilehrerverbandes mit. Die sich ständig fortentwickelnde Ski-Lauftechnik wurde von den Gründern der Skischule Bayrischzell und deren Nachfolgern mitgeformt.